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Fehlermanagement

Das integrierende Management von Rechnernetzen und vernetzten Systemen wird in mehrere Ebenen aufgeteilt. Das Netzmanagement befaßt sich schwerpunktmässig mit dem Management von Kommunikationsdiensten und eingesetzten Komponenten. In einer darüberliegenden Ebene ist das Systemmanagement einzuordnen, das sich vor allem mit den in Endsystemen und Systemverbunden vorhandenen Ressourcen beschäftigt.
Das Management derartiger Netze ist von vielfältigen Faktoren abhängig, so z.B. technische, betriebswirtschaftliche oder organisatorische Faktoren. Einer der technischen Aspekte in verteilten Systemen ist eine heterogene Systemumgebung, die nicht in jedem Einsatzbereich die gleichen Managementfunktionen fordert und verwendet. Die konkret vorliegende IT-Struktur bestimmt die Komplexität des Managements, das wiederum hinsichtlich verschiedener Funktionsbereiche aufgeteilt werden kann.

Die Aufteilung eines Rechnernetzmanagements erfolgt für die Funktionen in Konfigurations-, Fehler-, Leistungs-, Abrechnungs- und Sicherheitsmanagement.
Das Leistungsmanagement stellt die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems sicher. Es ist verantwortlich für die Einhaltung der mit einem Kunden vereinbarten QoS-Parameter.

Die Anbieter von Kommunikationsdiensten und -netzen vereinbaren und beschreiben ihre Leistungen gegenüber ihren Kunden in sogenannten Dienstleistungsvereinbarungen (engl.: Service Level Agreement, SLA).
Die Güte einer Leistung kann in quantifizierbaren Größen wie Mittelwert angegeben werden. Diese Quality of Service (QoS)-Parameter definieren die Schnittstellen im Gefüge der Kommunikationsinfrastruktur.

Der Help Desk, wie er am Leibniz-Rechenzentrum besteht, zählt bei einem Kommunikationsdienstanbieter zum Bereich des Service, der das Fehlermanagement bedient.

Teilaufgaben des Fehlermanagements bestehen darin, die Dienstverfügbarkeit und die Verfügbarkeit des gesamten Systems im Kommunikationsnetz sicherzustellen. Dazu zählen die Entdeckung, Isolierung und Reparatur von Netzproblemen sowie die Verfolgung und Lokalisierung von Störungen.
Der Help Desk ist dabei ein wichtiges Instrument des Dienstanbieters. Da aus Gründen der Netzlast nicht jederzeit eine aktive Qualitätsprüfung des Systems und seiner Komponenten durchgeführt werden kann, werden Fehler auf verschiedene Art und Weise festgestellt. Komponenten, die defekt sind oder die einen Defekt selbsttätig melden, lösen Alarme im Überwachungssystem aus. Benutzer, die die Nichtfunktionalität von Komponenten oder Diensten feststellen, melden dies dem Betreiber des Netzes. Der erste Kontakt findet in diesen Fällen meistens zum Help Desk statt.



 
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